Allgemeine Geschäfts- und Reisebedingungen (AGB)

1.    Anwendungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die touristischen Angebote, wie Reisen und Tagestouren sowie für Bildungsveranstaltungen wie Exkursionen, Weiterbildungen und Seminare von SPREESCOUTS (im Folgenden „Veranstalter“).


2. Abschluss des Reise- bzw. Seminarvertrages

2.1 Mit der Anmeldung bietet der Kunde dem Veranstalter den Abschluss eines Reise- bzw. Seminarvertrages auf der Grundlage der Ausschreibung, der Hinweise zu der betreffenden Reise / dem Seminar im Reiseprospekt bzw. auf der Homepage und dieser Allgemeinen Geschäfts- und Reisebedingungen verbindlich an. Die Anmeldung kann mündlich, schriftlich, telefonisch, per Telefax oder auf elektronischem Weg erfolgen. Sie erfolgt durch den Anmelder auch für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtungen der Anmelder wie für seine eigenen Verpflichtungen haftet, sofern er diese Verpflichtung durch ausdrückliche, gesonderte Erklärung übernommen hat. Der Reise- bzw. Seminarvertrag kommt mit der Annahme der Anmeldung durch den Veranstalter zustande, für die es keiner besonderen Form bedarf. Der Veranstalter informiert den Kunden über den Vertragsabschluss mit der schriftlichen Buchungsbestätigung und übersendet soweit nach § 651k Abs. 3 BGB erforderlich, den Sicherungsschein. Durch den Sicherungsschein sind sämtliche Kundengelder abgesichert.

2.2 Weicht der Inhalt der Teilnahmebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot des Veranstalters vor, an das der Veranstalter für 10 Tage gebunden ist. Innerhalb dieser Frist kann der Kunde das neue Angebot durch ausdrückliche oder schlüssige Erklärung (z.B. Leistung der Anzahlung oder Restzahlung) annehmen und der Reisevertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande.


3. Zahlung

3.1 Mit Vertragsabschluss und nach Erhalt des Sicherungsscheines (sofern erforderlich) wird eine Anzahlung von mind. 20 % des Reise- und Seminarpreises fällig. Diese Anzahlung wird auf den Gesamtpreis angerechnet. Dauert die Reise oder das Seminar nicht länger als 24 Stunden, schließt sie keine Übernachtung ein und übersteigt der Reisepreis pro Kunden nicht € 75,--, so dürfen Zahlungen auf den Preis auch ohne Aushändigung eines Sicherungsscheines verlangt werden. Übersteigt der Reisepreis nicht € 75,--, so dürfen Zahlungen auch sofort in voller Höhe des Reisepreises gefordert werden.

3.2 Die Restzahlung für Reisen oder Seminare ist bis 14 Tage vor Reisebeginn fällig, wenn feststeht, dass die Reise durchgeführt wird, insbesondere nicht nach Ziffer 7 abgesagt werden kann, und muss dem Konto des Veranstalters bis zu diesem Datum unaufgefordert gutgeschrieben sein.

3.4 Wird der fällige Reise- bzw. Seminarpreis trotz Mahnung und angemessener Frist-setzung zur Zahlung nicht bezahlt, ist der Veranstalter berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten (§ 323 BGB) und den Kunden mit Rücktrittskosten zu belasten, die sich an nachstehender Ziffer 6 orientieren.


4. Leistungen, Änderung der Ausschreibung, Preisänderung vor Vertragsabschluss

4.1 Umfang und Art der vom Veranstalter vertraglich geschuldeten Leistungen ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung des Veranstalters in dem zur betreffenden Reise bzw. Seminar gehörigen Prospekt bzw. der konkreten Reise- bzw. Seminarausschreibung in Verbindung mit der individuellen Buchungsbestätigung.

4.2 Bezüglich der Reiseausschreibung behält sich der Veranstalter in Übereinstimmung mit § 4 Abs.2 BGB-InfoVO ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsschluss eine Änderung der Ausschreibungen zu erklären, über die der Kunde vor Buchung selbstverständlich informiert wird. Der Veranstalter behält sich insbesondere ausdrücklich vor, vor Vertragsabschluss eine Änderung des Reise- bzw. Seminarpreises aufgrund einer Erhöhung der Beförderungskosten und der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren zu erklären. Ebenso behält er sich vor, den Reise- bzw. Seminarpreis vor Vertragsschluss anzupassen, wenn die vom Kunden gewünschte oder in den Beschreibungen dargestellte Reise bzw. Seminar nur durch den Einkauf zusätzlicher Kontingente nach Veröffentlichung der Reise- bzw. Seminar-beschreibungen verfügbar ist. Der Kunde ist vor der Buchung auf die erklärten Änderungen rechtzeitig hinzuweisen.

4.3 Wird auf Wunsch des Kunden ein individueller Reise- bzw. Seminarablauf zusammen-gestellt, so ergibt sich die Leistungsverpflichtung des Veranstalters ausschließlich aus dem entsprechenden konkreten Angebot an den Kunden in Verbindung mit der jeweiligen Buchungsbestätigung.


5. Leistungs- und Preisänderungen nach Vertragsabschluss, Rechte des Kunden

5.1 Leistungsänderungen: Nach Vertragsschluss notwendig werdende Änderungen wesent-licher Reise- bzw. Seminarleistungen, die vom Veranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt werden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise bzw. des Seminars nicht beeinträchtigen.

5.2 Preisanpassungen: Preisänderungen sind nach Abschluss des Reise- bzw. Seminar-vertrages lediglich im Falle der auch nach Abschluss des Reise- bzw. Seminarvertrages eingetretenen und bei Abschluss nicht vorhersehbaren Erhöhung der Beförderungskosten oder Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren, in dem Umfang möglich, wie sich deren Erhöhung pro Person bzw. pro Sitzplatz auf den Reisepreis auswirkt, wenn zwischen dem Vertragsabschluss und dem vereinbarten Reiseantritt mehr als vier Monate liegen. Sollte dies der Fall sein, wird der Kunde unverzüglich davon in Kenntnis gesetzt. Eine Preiserhöhung, die ab dem 20. Tage vor dem vereinbarten Abreisetermin verlangt wird, ist unwirksam.

5.3 Im Fall einer Preiserhöhung um mehr als 5% oder einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reise- bzw. Seminarleistung ist der Kunde berechtigt, kostenfrei vom Reise- bzw. Seminarvertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise bzw. Seminar zu verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise bzw. Seminar ohne Mehrpreis für den Teilnehmer aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach Zugang der Erklärung durch den Veranstalter über die Änderung der Reise- bzw. Seminarleistung oder die Preisanpassung diesem gegenüber geltend zu machen.


6. Rücktritt durch den Kunden, Umbuchungen, Ersatzpersonen

6.1 Der Kunde kann jederzeit vor Reise- bzw. Seminarbeginn von der Reise / dem Seminar zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Veranstalter. Es wird aus Beweisgründen dem Kunden empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären.

6.2 Tritt der Kunde vom Reise- bzw. Seminarvertrag zurück, so verliert der Veranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reise- bzw. Seminarpreis. Er kann jedoch gem. § 651i Abs.2 BGB eine angemessene Entschädigung für die getroffenen Reise- bzw. Seminarvorkehr-ungen und für seine Aufwendungen verlangen. Die Höhe der Entschädigung bestimmt sich nach dem Reise- bzw. Seminarpreis unter Abzug des Wertes der vom Veranstalter gewöhnlich ersparten Aufwendungen sowie dessen, was er durch gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendung der Reise- bzw. Seminarleistungen erwerben kann. Der Ver-anstalter kann diesen Anspruch nach seiner Wahl konkret oder pauschalisiert berechnen. Der Veranstalter kann eine pauschalierte Entschädigung in Prozent des Reise- bzw. Seminarpreises wie folgt verlangen:

        bis zum 30. Tag vor Reise- bzw. Seminarantritt        10%

        ab 29. Tag bis 22. Tag vor Reise- bzw. Seminarantritt    30%

        ab 21. Tag bis 14. Tag vor Reise- bzw. Seminarantritt    40%

        ab 13. Tag bis 7. Tag vor Reise- bzw. Seminarantritt    50%

        ab 6. Tag vor Reise- bzw. Seminarantritt            65%

        ab Nichtantritt                        85%

6.3 Es steht dem Kunden stets frei, nachzuweisen, dass dem Veranstalter ein Schaden überhaupt nicht oder nur in wesentlich niedrigerer Höhe als der Pauschalen entstanden ist.

6.4 Sollen auf Wunsch des Kunden noch nach der Buchung der Reise bzw. Seminars Umbuchungen (Änderungen hinsichtlich des Termins, des Ziels, des Ortes des Reise- bzw. Seminarantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart) vorgenommen werden, kann der Veranstalter ein Umbuchungsentgelt in Höhe von 20 Euro erheben. Ein rechtlicher Anspruch des Kunden auf Umbuchungen besteht nicht. Umbuchungen sind ausschließlich bis zum 28. Tag vor Reise- bzw. Seminarantritt möglich. Danach sind Umbuchungen nur nach vorherigem Rücktritt vom Reise- bzw. Seminarvertrag unter den vorgenannten Bedingungen und bei gleichzeitiger Neuanmeldung durch den Kunden möglich. Der Kunde kann jederzeit nachweisen, dass kein oder nur ein geringerer Schaden als die vorstehende Pauschale durch die Umbuchung entstanden ist.

6.5 Der Kunde kann bis zum Reise- bzw. Seminarbeginn eine Ersatzperson stellen, die an seiner Stelle in die Rechte und Pflichten aus dem Reise- bzw. Seminarvertrag eintritt und die er dem Veranstalter zuvor anzuzeigen hat. Der Veranstalter kann dem Eintritt dieses Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Reise- bzw. Seminarerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Die in den Vertrag eintretende Ersatzperson und der ursprünglich Reisende bzw. Seminarteilnehmer haften gegenüber dem Veranstalter als Gesamtschuldner für den Reise- bzw. Seminarpreis und sämtliche durch den Eintritt des Dritten entstehende Mehrkosten.


7. Rücktritt und Kündigung durch den Veranstalter

7.1 Der Veranstalter kann wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl vom Vertrag zurücktreten, wenn er die Mindestteilnehmerzahl im Prospekt ausdrücklich genannt und beziffert sowie den Zeitpunkt angegeben hat, bis zu welchem die Rücktrittserklärung dem Reisenden- bzw. Seminarteilnehmer vor dem vertraglich vereinbarten Reise- bzw. Seminarbeginn spätestens zugegangen sein muss, und er in der Reise- bzw. Seminarbestätigung deutlich lesbar auf diese Angaben hingewiesen hat. Ein Rücktritt ist vom Veranstalter bis spätestens 14 Tage vor dem vereinbarten Reise- bzw. Seminarbeginn gegenüber dem Kunden zu erklären. Auf den Reise- bzw. Seminarpreis geleistete Zahlungen werden dem Kunden umgehend erstattet.

7.2 Stört der Teilnehmer trotz einer entsprechenden Abmahnung durch den Veranstalter nachhaltig oder verhält er sich in solchem Maße vertragswidrig, dass eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder zum Ablauf einer Kündigungsfrist mit ihm unzumutbar ist, oder sonst stark vertragswidrig, kann der Veranstalter ohne Einhaltung einer Frist den Reise- bzw. Seminarvertrag kündigen. Dabei behält der Veranstalter den Anspruch auf den Reise- bzw. Seminarpreis abzüglich des Wertes ersparter Aufwendungen und ggf. Erstattungen durch Leistungsträger oder ähnliche Vorteile, die er aus der anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt. Eventuelle Mehrkosten für die Rückbeförderung trägt der Störer selbst.

8. Obliegenheiten des Kunden, Abhilfe, Fristsetzung vor Kündigung des Kunden

8.1 Der Kunde hat auftretende Mängel unverzüglich der örtlichen Reise- bzw. Seminarleitung oder unter der unten genannten Adresse/Telefonnummer anzuzeigen und dort um Abhilfe zu ersuchen. Unterlässt es der Kunde schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt eine Minderung des Reise- bzw. Seminarpreises nicht ein.

8.2 Wird die Reise- bzw. Seminarleistung nicht vertragsgemäß erbracht, kann der Kunde in angemessener Frist Abhilfe verlangen, wobei der Veranstalter die Abhilfe verweigern kann, wenn sie unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Der Veranstalter kann in der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleich- oder höherwertige Ersatzleistung erbringt.

8.3 Wird eine Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Veranstalter innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Kunde im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den Reise- bzw. Seminarvertrag kündigen, wobei aus Beweisgründen die schriftliche Erklärung empfohlen wird. Der Veranstalter informiert diesbezüglich über die Pflicht des Kunden, einen aufgetretenen Mangel unverzüglich anzuzeigen, sowie darüber, dass vor der Kündigung des Reise- bzw. Seminarvertrages (§ 651e BGB) eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung zu setzen ist. Der Bestimmung einer Frist bedarf es dann nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder von dem Veranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrags durch ein besonderes Interesse des Reisenden bzw. Seminarteilnehmers gerechtfertigt wird.

9. Mitwirkungspflichten des Kunden

9.1 Der Kunde ist verpflichtet, bei aufgetretenen Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen über die Schadensminderungspflicht mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten.

9.2 Um etwaigen Risiken und Gefahren vorzubeugen, ist den Anweisungen des Reise- bzw. Seminarleiters unbedingt Folge zu leisten. Die in den Reise- bzw. Seminarbeschreibungen dargestellten Erfordernisse, wie z.B. witterungsangepasste Bekleidung sind durch den Kunden zu erfüllen. Andernfalls kann der Veranstalter den Vertrag mit dem Kunden nach 7.2 ggf. nach entsprechender Abmahnung kündigen und den Kunden von der Teilnahme an der Veranstaltung ausschließen.

9.3 Hinsichtlich der Reise- bzw. Seminarunterlagen gilt, dass der Kunde den Veranstalter zu informieren hat, wenn er die erforderlichen Reise- bzw. Seminarunterlagen nicht innerhalb der vom Veranstalter mitgeteilten Frist erhält.

9.4 Lehrkräfte, Erzieher und Betreuer, die Gruppen bei Reisen oder Seminaren begleiten, müssen ihrer gesetzlichen Aufsichtspflicht auch während der Veranstaltungen nachkommen. Vor Veranstaltungsbeginn sind die aufsichtspflichtigen Begleitpersonen dem Veranstalter zu benennen.


10. Kündigung wegen höherer Gewalt

Wird die Reise bzw. das Seminar infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, können sowohl der Veranstalter als auch der Kunde den Vertrag kündigen. Die Rechtsfolgen ergeben sich aus dem Gesetz (§ 651j BGB, § 651e Abs.3 BGB). Danach kann der Veranstalter für erbrachte oder noch zu erbringende Reise- bzw. Seminarleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. Der Veranstalter ist verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere, falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasst, den Gast zurückzubefördern. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Kunden zur Last.


11. Haftungsbeschränkung des Veranstalters

11.1 Die vertragliche Haftung des Veranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist pro Reise bzw. Seminar und Kunden auf den dreifachen Reise- bzw. Seminarpreis beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden bzw. Seminarteilnehmer weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wurde oder soweit der Veranstalter für einen dem Reisenden bzw. Seminarteilnehmer entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. Für alle gegen den Veranstalter gerichteten Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, haftet der Veranstalter bei Sachschäden bis € 4.100; übersteigt der dreifache Reise- bzw. Seminarpreis diese Summe, so ist die Haftung des Veranstalters für Sachschäden auf die Höhe des dreifachen Reise- bzw. Seminarpreises pro Reise bzw. Seminar und Kunde beschränkt. Die genannten Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche, die nach Montrealer Übereinkommen wegen des Verlusts von Reisegepäck gegeben sind.

11.2 Der Veranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Ausflüge, Führungen, Theaterbesuche, Sportveranstaltungen, Ausstellungen, Sonder-veranstaltungen, fakultative Angebote örtlicher Veranstalter, Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Buchungsbestätigung ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass sie für den Kunden erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen des Veranstalters sind. Der Veranstalter haftet jedoch für Leistungen, welche die Beförderung des Kunden vom ausgeschriebenen Ausgangsort der gebuchten Reise zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbeförderungen während der Reise und die Unterbringung während der Reise beinhalten sowie dann, wenn und soweit für einen Schaden des Kunden die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten des Veranstalters ursächlich geworden ist.


12. Pass- und Visumerfordernisse, gesundheitspolizeiliche Vorschriften

12.1 Der Veranstalter informiert Staatsangehörige eines Staates der Europäischen Union, in dem die Reise bzw. das Seminar angeboten wird, über Pass- und Visumerfordernisse und gesundheitspolizeiliche Formalitäten (z.B. polizeilich vorgeschriebene Impfungen und Atteste), die für die Reise bzw. das Seminar und den Aufenthalt erforderlich sind. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft.

12.2 Der Kunde ist für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise bzw. des Seminars wichtigen Vorschriften selbst verantwortlich. Alle Nachteile, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu seinen Lasten, ausgenommen, der Veranstalter hat seine Hinweispflichten verschuldet nicht oder schlecht erfüllt. Insbesondere Zoll- und Devisenvorschriften im Ausland sind einzuhalten.

12.3 Der Kunde ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der notwendigen Reisedokumente und muss selbst darauf achten, dass sein Reisepass oder sein Personalausweis für die Reise bzw. das Seminar eine ausreichende Gültigkeit besitzt. Hat der Kunde den Veranstalter beauftragt, für ihn behördliche Dokumente, etwa ein Visum zu beantragen, so haftet der Veranstalter nicht für die rechtzeitige Erteilung dieser Dokumente durch deutsche oder ausländische Behörden, sondern nur, sofern er gegen eigene Pflichten verstoßen und selbst die Verzögerung verschuldet hat.


13. Ausschluss von Ansprüchen, Anzeigefristen, Verjährung, Abtretungsverbot

13.1 Reisevertragliche Gewährleistungsansprüche sind innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise bzw. des Seminars gegenüber dem Veranstalter unter der unten genannten Adresse geltend zu machen. Nach Ablauf der einmonatigen Frist kann der Reisende bzw. Seminarteilnehmer Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist oder wenn es sich um deliktische Ansprüche handelt. Der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck sind in jedem Fall der örtlichen Reiseleitung oder dem Veranstalter gegenüber anzuzeigen.

13.2 Reise- bzw. seminarvertragliche Ansprüche des Kunden nach §§ 651c bis 651f BGB verjähren bei Sach- und Vermögensschäden in einem Jahr, soweit ein Schaden des Kunden weder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, seines gesetzlichen Vertreters oder eines seiner Erfüllungsgehilfen beruht. Die Verjährung beginnt an dem Tag, an dem die Reise bzw. des Seminars nach dem Vertrag enden sollte. Schweben zwischen dem Kunden und dem Veranstalter Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde oder der Veranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein. Ansprüche aus unerlaubter Handlung sowie alle Ansprüche auf Ersatz von Körperschäden unterliegen der gesetzlichen Verjährungsfrist.

13.3 Die Abtretung von Ansprüchen gegen den Veranstalter ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht unter Familienangehörigen.


14. Datenschutz

14.1 Die personenbezogenen Daten, die der Kunde dem Veranstalter zur Verfügung stellt, werden elektronisch verarbeitet und genutzt, soweit es für die Begründung, Durchführung oder Beendigung eines rechtsgeschäftlichen oder rechtsgeschäftsähnlichen Schuldverhältnisses mit dem Kunden und für die Kundenbetreuung erforderlich ist. Der Veranstalter hält bei der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes ein.

14.2 Dies gilt auch für alle Daten (Vor- und Zuname, Anschrift, Wohnort mit / ohne Anschrift, E-Mail-Adresse), die der Kunde dem Veranstalter zur Veröffentlichung auf der Teilnehmerliste überlassen hat. Ist der Kunde mit der Veröffentlichung seines Namens, seiner Anschrift oder seines Wohnortes mit / ohne Anschrift oder seiner Email-Adresse auf der Teilnehmerliste nicht einverstanden, so hat er das Recht, gegen die Veröffentlichung auf der Teilnehmerliste gegenüber dem Veranstalter bei Buchung / Anmeldung oder bei Erhalt der Teilnahmebestätigung oder später zu widersprechen.


15. Urheberrecht

Die Seminarunterlagen und Lehrmaterialien sind urheberrechtlich geschützt und dürfen von den Teilnehmern nur zum vertraglichen Zweck und der persönlichen Bildung genutzt werden. Jegliche Vervielfältigung, Bearbeitung, Weitergabe und Verbreitung für private und gewerbliche Zwecke ist verboten und bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Veranstalters. Gleiches gilt für die Inhalte von Bildungsveranstaltungen, die den Teilnehmern auf elektronischem Wege zugänglich gemacht werden.


16. Anwendung deutschen Rechtes, Sonstiges

16.1 Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reise- bzw. Seminarvertrages zur Folge. Auf das gesamte Vertrags- und Rechtsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Veranstalter findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung.

16.2 Soweit der Kunde Kaufmann oder juristische Person des privaten oder des öffentlichen Rechtes oder eine Person ist, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland hat, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Veranstalters vereinbart.



Der Veranstalter ist Mitglied des forumandersreisen e.V., Freiburg, und erkennt den Kriterienkatalog des forum anders reisen zum nachhaltigen Tourismus an.



SPREESCOUTS

Sebastian Zoepp

Rudolf-Breitscheid-Str. 67

03046 Cottbus

Tel.: 0355.494 64 500

Fax: 0355.494 64 501

E-Mail: info@spreescouts.de

Homepage: www.spreescouts.de


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